100 Jahre Hutter: Eine Erfolgsgeschichte


Beständigkeit durch Wandel – dies ist das Leitmotiv, das sich durch die Geschichte der Firma Hutter zieht. In den hundert Jahren seines Bestehens erfand sich das Traditionshaus immer wieder neu und sicherte so seinen Fortbestand und sein Wachstum.

Der erste Laden

1908 eröffnete der Sattlermeister ein kleines Ladengeschäft neben seiner Sattlerei. Dort verkaufte er hauptsächlich Geräte für die Landwirtschaft wie Gabeln, Schaufeln, Viehketten, Kleinwerkzeuge, Schrauben und Nägel sowie sonstige Kleineisenwaren. Die Zeiten waren hart damals. Freystadt hatte rund 800 Einwohner, die hauptsächlich von Handwerk und Handel lebten. Der Ort lag an der alten Handelsstraße Nürnberg-München und profitierte von der traditionellen, auch nach der Säkularisation fortgesetzten Wallfahrt.

Die zweite Generation

1919 übergab Donat Hutter den Betrieb an seinen Sohn Donat (* 24. Mai 1893, † 24. Dezember 1975). Donat Hutter jun. heiratete 1929 Margarete Beck (* 28. Mai 1902; † 6. Februar 1984). Die gebürtige Freystädterin hatte sechs Jahre in Amerika gelebt und besaß die amerikanische Staatsbürgerschaft.

1929 erfolgte der Neubau der Sattlerwerkstatt. Im Jahr darauf erweiterte Donat Hutter jun. das Sortiment des Ladengeschäfts auf Porzellan, Glas und Bestecke. Am 17. April 1934 wurde die Tochter Benedikta „Benna“ Hutter geboren.

Im Januar 1957 heiratete Benna Hutter Hermann Fröhlich, damals Angestellter bei der BayWa in Dietfurt. Ebenfalls 1957 wurde sein Sohn Georg geboren.

Ab 1960 wurden in Freystadt Baugebiete ausgewiesen, und der Ort begann sich über die alten Stadtmauern hinaus auszudehnen. Als Reaktion auf diese Veränderungen nahm Hutter 1961 Spielwaren, 1962 dann Kinderwagen ins Sortiment auf. 1963 wurden die alten Stallungen im Innenhof des Anwesen abgerissen und der Laden umgebaut und renoviert. Die Ausdehnung der Verkaufsfläche auf 100 m² kam den Werkzeugen und Gartengeräten zugute.

1968 wurde Hutter Mitglied der Einkaufsorganisation „Kauf Gut“. 1971 erwarb die Familie das Nachbaranwesen. Die Wand zwischen den Gebäuden wurde durchbrochen, die Verkaufsfläche wuchs auf 160 m². 1972 wurden Schreibwaren in das Sortiment aufgenommen.

 

Expansion und Aufbruch

Einen Riesenschritt wagten die Eheleute Fröhlich im Jahr 1979: Sie beschlossen, alle alten Gebäude in den Innenhöfen der beiden Anwesen abzureißen und einen großen Neubau einzurichten. Georg Fröhlich, damals im Studium, wurde in die Planungen bereits einbezogen.

1982 wurde Hutter Mitglied im „Nürnberger Bund“, damals Europas größter Einkaufsverband für Glas, Porzellan, Haushaltwaren und Eisenwaren. Dabei hatte sich nicht etwas Hutter um die Aufnahme beworben, vielmehr war der Verband an das Unternehmen herangetreten.

1985 wurde das Obergeschoss erschlossen. Hier fanden Spielwaren und Bastelartikel Platz. Hutter begann, Bastelkurse durchzuführen und trat in den Einkaufsverband Spielzeug-Ring ein. Das Lager fand in einem 1989 errichteten Neubau in der Kirchengasse Platz.

1992 wurden die Schreibwaren ausgelagert in ein angemietetes Geschäft neben dem Rathaus. Zeitungen und Zeitschriften ergänzten das Sortiment.

In diesen Jahren begann die Spezialisierung in künftige Kernbereiche. So wurde in die Entwicklung der Elektrogeräte viel Aufwand investiert, während Hutter sich angesichts der Baumärkte und Gartencenter von Werkzeug, Schrauben, Nägel, Gartenbedarf und Gartenmöbeln trennte.

1995 erfolgte ein großer Schritt: Die Häuser am Marktplatz wurden abgerissen und neu aufgebaut. Die Verkaufsfläche wuchs auf mehr als 2.000 m² auf vier Etagen.

Bereits 1997 trat Hutter der Einkaufsgemeinschaft EK Bielefeld bei. So blieb die Insolvenz des Nürnberger Bundes 1998 ohne Folgen für das Unternehmen.

2002 zog der Schreibwarenladen „Büro + Schule Hutter“ ins Nachbarhaus um und konnte so seine Verkaufsfläche auf 200 m² mehr als vervierfachen. Tabakwaren kamen im Sortiment dazu.

2007 eröffnet Hutter eine sehr große Abteilung für Grill`s und Zubehör, sofort auch mit eigenen Vorführungen.

2011 integriert Hutter in seinen Laden "Büro + Schule" eine Buchabteilung. Diese wird sofort mit großem Erfolg angenommen, nicht zuletzt durch die Möglichkeit der Beschaffung fast eines jeden Buches in Deutschland innerhalb 48 Stunden.

2011 trennte Hutter sich von Spielwaren. Spielwaren werden über die Werbung und Bedarfsweckung vorverkauft, der Kunde wünscht keine Beratung mehr. Hutter wird sich umorientieren, um für seine Kunden weiterhin in der Attraktivität ganz vorne zu sein. Deshalb die Trennung von Spielwaren. 

 

2012: Ein einschneidendes Jahr

Im Mai 2012 ist die Tochter von Gertrud und Georg Fröhlich dann in das Haus Hutter eingetreten. Sie wurde sofort zur Geschäftsführerin bestellt.

Seit 2013: Erhöhung der Veränderungsgeschwindigkeit

Durch den Eintritt von Julia nehmen die wesentlichen Änderungen rapide, aber zielführend zu. Auf Bitten von Georg Fröhlich übernimmt Julia ab 2013 den gesamten Einkauf. Zusätzlich werden die Sortimente optimiert und neu ausgerichtet, was zu wesentlichen Veränderungen im Auftritt führt. 


Kompetenz durch Konzentration

Heute stellt sich Hutter den Herausforderungen des Marktes durch Konzentration auf Kernbereiche und hohe Sortimentstiefe. Der Landversorger hat in unseren Augen keine Überlebensberechtigung - niemand muss mehr mit Waren versorgt werden. Der Kunde geht zu seiner Nummer 1. Dies streben wir in unseren Tätigkeitsfeldern an - Ihre Nummer 1 zu sein.

Wir arbeiten auch 2018 an einer Verbesserung unseres Auftritts. Mehr dazu in Kürze.